Kulinarisches Schweden #Teil 2

Glühend rote Buchstaben prangen auf dem Holzschild über dem Eingang. Ein Drachenschiff ziert das Holz. Laternen leuchten mit schummrigen Licht in der Dunkelheit und kreieren zusammen mit den Wikingerflaggen, die links und rechts den Eingang säumen, eine altertümliche und leicht gruselige Stimmung.

Wir laufen durch die engen Gassen der nächtlichen Stockholmer Altstadt und sind nun endlich am Ziel: Die Vikingsbar Aifur.

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Durch das Eingangstor folgt man den Treppen hinunter und öffnet die schwere Holztür, durch welche man in das Kellergewölbe gelangt, dem Gastraum des Aifur.
Dort werden wir auch direkt von einem„Kellner“ empfangen. Gekleidet in eine Leinentunika, mit dichtem Bart und langen Haaren sieht er aus, als wäre direkt aus der Wikingerzeit entsprungen. Er fragt nach unserem Namen. Während wir neben ihm auf der Treppe stehen und auf den ganzen Gastraum blicken, kündigt er uns laut vor versammelter Mannschaft an und führt uns unter dem Jubel der anderen Gäste zu einer der Tafeln. Wir sind total perplex nach diesem Ritual, aber haben schlagartig gute Laune und fühlen uns in dieser lockeren Atmosphäre total wohl.

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Im Gastraum stehen mehrere Tafeln und Bänke, die im Stil der Wikingerzeit dekoriert sind. Kuschelige Felle liegen auf den Sitzflächen und die Tische sind mit traditionellem Eisenbesteck eingedeckt. Als Schmankerl serviert man uns einem Korb mit frischen Gebäck und Knäckebrot, sowie einem salzigen Aufstrich. Sehr lecker, auch wenn wir bereits zu Abend gegessen haben.
Ich probiere ein traditionelles Met, die Spezialität des Aifur, während meine Freundin bei etwas klassischerem Cider bleibt. Das Met, wie der Honigwein genannt wird, gibt es in den verschiedensten Varianten aus verschiedenen Ländern, von herb bis fruchtig. Ich probiere zum ersten Mal ist diesen speziellen Wein und bestelle einen von der fruchtigen Sorte, der wie ein schwacher Likör schmeckt. Ein stilechter Glaskrug steht bereits am Tisch. Das Ambiente ist wirklich toll.
So verbringen wir unseren letzten Abend in Stockholm in dieser wirklich außergewöhnlichen Wikingerbar, reden, trinken, lachen und genießen.

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Fazit: Den Tipp für das Aifur habe ich von einer Kommilitonin erhalten, die wir zufälligerweise auf dem Weg zum Flughafen getroffen hatten und uns damit das Highlight der Reise beschert hat! Wer ein wirklich landestypisches, uriges Restaurant in Stockholm sucht ist hier an der richtigen Adresse. Die Preisklasse ist zwar etwas gehobener, aber es lohnt sich in jedem Fall, selbst wenn man nur für einen Krug Met hier einkehrt!

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