Bangkok Travel Guide

Bangkok. Eine Metropole mit über 6 Millionen Einwohnern und Thailands größte Stadt. Eine Stadt mit 2 Gesichtern. Einerseits so unglaublich laut, hektisch und dreckig – andererseits so wunderschön und unglaublich leise, wenn man durch eine der zahlreichen Tempelanlagen inmitten der City schlendert. Obwohl ich mehr als 1 Woche in dieser riesigen, facettenreichen Stadt verbracht habe, kann ich sie noch immer nicht ganz einordnen. Viele mögen Bangkok nicht, finden  es hässlich. Ich aber möchte euch mit auf eine kleine Tour durch Bangkok nehmen – zu Fuß, im Tuktuk und mit dem Skytrain – und euch meine Lieblingsplätze zeigen. Danach könnt ihr selbst entscheiden, ob ihr es genauso mögt wie ich.

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Traffic
Nach meiner Ankunft am Suvarnabhumi Airport in Bangkok nach ich die City Line des Skytrains ins Stadtzentrum. Es ist wohl das einfachste, schnellste und billigste Fortbewegungsmittel in Bangkok, wenn man sich denn mit Liniensystem zurecht gefunden hat. Außerdem war es so wunderschön europäisch. Denn die Taxifahrer und ich standen von Anfang an auf Kriegsfuß. Ein Großteil der Fahrer spricht trotz zahlreicher Touristen kein oder nur gebrochen Englisch, sie kennen keinen Weg, außer zum Grand Palace oder zur Khao San Road, besitzen aber auch kein Navi und man muss meistens eine ganze Weile diskutieren, wenn man mit Taximeter anstatt dem Festpreis fahren will. Taxifahren an sich ist in Bangkok aber grundsätzlich sehr günstig und eigentlich auch unvermeidlich, wenn man in die Altstadt (mit den ganzen Sehenswürdigkeiten) gelangen will. Dennoch habe ich es vermieden, so gut es eben ging.
Das Tuktuk, ein typisch thailändisches, offenes Taxi, ist ein weiteres Fortbewegungsmittel, welches man mindestens 1 Mal in Thailand ausprobiert haben sollte. Wer sich das in der thailändischen Hauptstadt traut, den erwartet eine rasante, aber lustige Spritztour auf Bangkoks chaotischen Straßen. Mein absoluter Geheimtipp in Sachen Fortbewegung ist das Wassertaxi. Wir stiegen nahe unseres Hostels auf das Motorboot und bezahlten für unsere knapp 10-Minütige Fahrt bis zum Golden Mount nur 7 Baht (günstige 18 Cent). Einen Ausblick auf das echte Bangkok gab es gratis dazu !

Accomodation
Wer in Bangkok auf der Suche nach einer  hübschen Unterkunft ist, hat die Qual der Wahl. Ich, als echter Backpacker, habe natürlich in einem Hostel geschlafen – günstig und perfekt um neue Leute kennenzulernen. Für Preise von 10-12€ die Nacht bekommt man schon ein nettes Dormzimmer in einem der vielen super-stylischen Hotels dort. In einem meiner nächsten Blogpost werde ich euch noch berichten, wo ich in Bangkok genächtigt habe.

Food
Auch über das Thema Essen werde ich euch demnächst noch einmal ausführlicher berichten. Doch eines kann ich definitiv schon sagen: ich habe mich in die thailändische Küche verliebt! Die Gerichte dort sind so unglaublich geschmacksintensiv, was vor allem an den vielen frischen Zutaten und Gewürze liegt. Auch meine anfängliche Scheu vor Currygerichten habe ich überwunden und bin jetzt ein richtiger Fan davon!

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Typisch für Thailand, und besonders für Bangkok, sind die vielen Streetfoodstände, die man beinahe an jeder Straßenecke findet. Dort verkaufen die Thais günstige und leckere Gerichte an kleinen Garküchen. Egal ob süß, erfrischend, deftig oder scharf, für jeden Geschmack ist etwas dabei. Ich selbst habe mir oft frische Melone oder Fruchtshakes gekauft, aber auch die Pancakes kann ich nur wärmstens empfehlen!
Viele Menschen meinen ja, man sollte an den kleinen Straßenständen nichts essen, weil sie unhygienisch wären. Ich kann dagegen nur sagen, dass ich während meiner Zeit in Thailand kein einziges Mal Magenprobleme hatte und vor allem vom Streetfood wirklich begeistert war! Am besten dort essen wo auch die Thais hingehen – dann kann man schon fast nichts mehr falsch machen.

Sights

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Bangkok bietet mit über 400 Tempeln allen kulturell interessierten Menschen eine gute Möglichkeit der buddhistischen Kultur näher zu kommen. Der bekannteste aller Tempel ist wohl der Königspalast. Auch wenn der thailändische König heute gar nicht mehr dort lebt, war es doch fast 300 Jahre die königliche Residenz. Nun dürfen wir Touristen für einen stattlichen Preis von 500 Baht (ca. 13€) den Königspalast und seine prächtigen Tempel besichtigen. Angemessene Kleidung, d.h. schulterbedeckt und mit langer Hose bzw. Rock, ist Pflicht, da verstehen die Aufseher keinen Spaß. Wenn man es nach längeren Anstehen endlich in den Palast geschafft hat, muss man sich den Platz nicht nur mit vielen anderen Touristen und sondern vor allem mit Chinesen und ihren Sonnenschirmen teilen, die leider nicht gerade rücksichtsvoll damit umgehen. Letztendlich lohnen sich aber die Strapazen und das Schwitzen in der langen Kleidung, denn der Palast war wirklich der schönste aller Tempel, die ich besichtigt habe. So viel Gold, dass man fast geblendet ist, und besonders die detaillierte Statuen und Wandgemälde in Mosaik haben mich begeistert.

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Trubel im Palace

Der Golden Mount ist ein weiteres Must-See in Bangkok. Er ist einfach und günstig mit dem Flusstaxi (s.o.) zu erreichen und gegen einen kleinen Eintritt von 20 Baht darf man die 318 Stufen zum Berg besteigen. Schon der Aufstieg verzaubert mit einer mystischen Atmosphäre aus Wasserdunst, kleinen Schreins und großen, massiven Glocken. Es fühlt sich an, als würde man durch einen Dschungel wandern, mitten in Bangkok. Der Gipfel besticht schließlich mit einer tolle Aussicht Aussicht auf die Stadt und natürlich einem obligatorischen Tempel.

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Gipfel des Golden Mount

Die Khao San Road ist genau genommen keine Sehenswürdigkeit, trotzdem ist sie DER Treffpunkt für Touristen und junge Menschen aus aller Welt. Es reihen sich Bar an Bar und auf der Straße bieten Einheimische allerlei thailändische Spezialitäten an. So können die ganz mutigen Mehlwürmer und sogar Skorpione probieren. Oft wird man auch zur sogenannten Ping-Pong-Show eingeladen – was ich immer liebend gerne abgelehnt habe. Insgesamt hatte die Khao San Road für mich ein ziemliches Ballermannflair. Von jeder Ecke wurde man mit lauter Musik beschallt, so als versuchten die Bars sich gegenseitig zu übertrumpfen. Die Khao San Road ist deshalb nicht unbedingt einer meiner Lieblingsorte in Bangkok, dennoch sollte man sich den Trubel mal angeschaut haben und vor allem in Sachen Souvenir-Shopping hat man hier eine riesige Auswahl!

Der Lumpini Park ist der Central Park Bangkoks – eine 57 Hektar große Grünfläche mitten im Zentrum der thailändischen Hauptstadt, wo man den ganzen Großstadttrubel einfach hinter sich lässt. Mit einer Kokosnuss in der Hand schlenderten wir in dem idyllisch angelegten Park herum, fuhren Tretboot (in Form eines Schwans) auf dem See und beobachteten entspannt unter Palmen ein paar Parkourkünstler, die im Park Saltos und Flickflacks trainierten. Wer also ein bisschen Ruhe und Erholung sucht und ein paar Stunden abseits des lauten und schmutzigen Bangkoks verbringen möchte, kann ich den Lumpini Park nur empfehlen!

Wat Arun oder auch Tempel der Morgenröte genannt, war der letzte Tempel, der auf unserer To-Do-Liste stand. Er befindet sich in der Nähe des Königspalasts, auf der anderen Seite des Flusses. Leider wird der Haupttempel derzeit restauriert, sodass ein unschönes Gerüst um das Gebäude aufgebaut ist. Nichtsdestotrotz sollte man den Wat Arun unbedingt besuchen, denn die Parkanlage um den Tempel herum und sowie die anderen vollständig erhaltenen Gotteshäuser sind wunderschön! Mein absolutes Highlight des Tages, und mein persönlicher Geheimtipp, ist den Wat Arun bei Sonnenuntergang zu bestaunen. Durch Zufall entdeckten wir ein schickes Restaurant direkt gegenüber und ich probierte mein erstes Green Curry, was wirklich super lecker geschmeckt hat! Lag vielleicht auch an der gehobeneren Preisklasse, denn die Preise der Speisekarte waren nicht ganz so günstig, wie man es von Thailand gewöhnt war. Dennoch hat sich der Besuch absolut gelohnt, denn zu unserem leckeren Essen gab es einen gratis Blick auf den wunderschönen Tempel der Morgenröte, der uns (nachts sogar ohne störendes Gerüst) auf der anderen Seite des Flusses anstrahlte.

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2 Gedanken zu “Bangkok Travel Guide

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