Inselhopping in Thailand #Koh Phangan

Nach 5 Tagen Power-Sightseeing in Bangkok, wollte ich endlich diese laute, dreckige Stadt hinter mir lassen und zum entspannteren Part der Reise übergehen: dem Strandurlaub. Ich hatte mir im Vorfeld einige Gedanken gemacht, welche Orte ich in dieser kurzen Zeit in Thailand sehen wollte und mich für ein Inselhopping im Südwesten des Landes entschieden.
Deshalb  nahm ich nach einem langen Shoppingtag am Samstagabend den Nachtzug von Bangkok nach Suratthani. Es war wohl eine der abenteuerlichsten Erfahrungen meiner ganzen Reise dort. Eine Nacht in einem Waggon mit mindestens 50 Menschen, nur getrennt durch einen kleinen blauen Vorhang, und in einem Bett, das ein extra Bettenmacher aus 2 Ledersitzen für mich hervorzauberte, war schon etwas ungewohnt. Auch das „Bordbistro“, ein Mann mit Tüten voller Snacks, war etwas anders als hier in Deutschland und die sehr zugige Toilette wollte man am liebsten gar nicht benutzen. Aber für so was macht man doch Backpacking, oder? Letztendlich hat mich das langsame Getucker und Geschaukel des Zugs sogar in den Schlaf gewiegt.


Der nächste Tag begann früh, denn um 5 Uhr morgens erreichten wir die Endstation des Nachtzugs. Von dort ging es mit dem Bus zum Hafen und schließlich mit der Fähre nach Koh Phangan. Das Speedboat schaukelte schon ganz schön und ich musste kämpfen, nicht seekrank zu werden. Nichtsdestotrotz bewunderte ich während der Bootsfahrt die wunderschöne Landschaft und war einfach glücklich, endlich da zu sein. Das Meer glitzerte in der Sonne, kleine Inseln tauchten immer wieder in meinem Blickfeld auf und auch ein paar vereinzelte Fischerboote schaukelten in der ruhigen See.

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Gegen Nachmittag erreichte ich endlich mein Hostel im kleinen, südlich gelegenen Örtchen Baan Thai. Das Echo Beach Backpackers lag direkt am Meer, was das ausschlagende Kriterium für mich war, dort zu nächtigen. Zuerst war ich etwas geschockt vom Zustand des Hostels, denn das gesamte Gebäude war schon etwas heruntergekommen. Ich vermisste mein erstes Hostel in Bangkok mit seinem super modernen Loftdesign. Aber schon nach einem Tag hatte ich mich an die neuen Gegebenheiten gewöhnt und hing gerne im Gemeinschaftsbereich ab, der draußen mit Sofas, Hängematten und einem Billardtisch eingerichtet war.

Auf Koh Phangan besuchte ich insgesamt 2 Strände, die noch schöner waren, als ich es mir vorgestellt hatte und bekam endlich meinen heiß ersehnten Strandurlaub. Mit dem türkisblauen Wasser und weißen Sandstrand sahen die Strände aus wie aus einem Fotoband. Doch der Schein trog, denn beim Baden wurde man immer mal wieder unangenehm gezwickt. Wie aus dem nichts kam ein kleiner Stich, nicht wirklich schmerzhaft aber doch störend. Ausgelöst wird das von sogenannten Nesselplankton, das zwar nervt aber ungefährlich ist. Das Plankton gibt es auch nicht an jedem Strand in Thailand, so war es jedes Mal aufs Neue ein Glücksspiel, wenn man sich ins Meer hinein wagte.

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Ein Punkt auf meiner To-Do-Liste, den ich unbedingt abhacken wollte, war die Fullmoonparty. Man kann sie lieben oder auch verurteilen – ich wollte auf jeden Fall dort gewesen sein und mir meine eigene Meinung darüber bilden. Am Abend der Party füllte sich die Common Area des Hotels mit einer  Menge gut gelaunter Leuten, die anfingen, sich mit den obligatorischen Neonfarben zu bemalen. Das Bodypainting war ein Heidenspaß und keiner verlies das Hostel ohne mindestens ein kreatives Muster im Gesicht, den Armen oder gleich dem ganzen Körper.

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Ein Taxi brachte uns schließlich zum Haad Rin Beach, dem Ort des Geschehens. Dort am Strand feierten wir mit bis zu 30.000 anderen Menschen an verschiedenen Stages zu guter Musik und machten die Nacht zum Tag. Kurz vor dem Morgengrauen war die Party für mich dann auch beendet und ich fiel müde ins Bett. Insgesamt war ich doch sehr positiv überrascht von der Fullmoonparty – die Musik war besser als erwartet und hatte überhaupt kein Ballermannflair. Dagegen kamen Fans von Elektro, House und Drum’n’Base voll auf ihre Kosten. Auch in Punkto Drogen habe ich von der „Hippie Insel“ Koh Phangan auf der Fullmoonparty nichts Negatives mitbekommen.
Der Tag nach der Party war für mich schon der vierte und letzte Tag auf der Insel und ich packte auf ein Neues meinen Rucksack. Ich hatte noch 11 Tage Thailand und einige Punkte auf meiner To-Do-Liste übrig.

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2 Gedanken zu “Inselhopping in Thailand #Koh Phangan

  1. Carolin schreibt:

    Wow, richtig richtig cool! Die Fotos sind absolut traumhaft <3
    Thailand steht definitv ganz oben auf der Liste meiner Traumreiseziele, ich möchte unbedingt bald hinfliegen :)

    Dein Blog ist echt schön! Würde mich freuen, wenn du auch mal bei mir vorbeischaust und wir uns gegenseitig folgen, um uns zu unterstützen <3

    Liebe Grüße

    http://nilooorac.blogspot.de

    Gefällt mir

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