New City, New Faces

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Seit 4 Wochen lebe ich nun in dieser neuen Stadt. Es war ein Neuanfang. Meine zweite Chance. Ich hatte große Erwartungen, aber auch zweifelnde Gedanken. Beim zweiten Mal geht man einfach nicht so unbefangen an diese Sache. Man hat den Druck – jetzt muss es klappen. Man kann nicht nochmal abbrechen. Da sind meine Eltern, meine Freunde und Bekannte, die ich nicht enttäuschen möchte. Dagegen mache ich mir selbst den größten Druck, ich möchte auch mich nicht nochmal enttäuschen. Vor allem aber möchte ich es dieses Mal besser machen, deshalb habe ich diese Entscheidung schließlich getroffen. Dabei hatte ich diesen Plan im Kopf. Er klang so gut. Auf das Abi folgt das Studium, ein toller Job, die Heirat, das Haus mit Familie. Typisch Perfektionistin eben. Aber das Leben spielt nie so wie man es plant. Und am allerwenigsten ist es perfekt. Deshalb schreibe ich meine Geschichte von jetzt an selbst, so wie sie zu mir passt.

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Angekommen. Wenn man in eine andere Stadt zieht und ein neues Studium beginnt, prasseln besonders am Anfang eine ganze Menge an Eindrücken auf einen nieder. Es braucht seine Zeit, bis sich ein Alltag eingespielt hat, man seinen festen Freundeskreis besitzt und sich in seiner neuen Wohnung auch wirklich zu Hause fühlt. Man sollte sich diese Zeit auch wirklich nehmen und nicht unnötig Stress schieben. Es wird mich niemand verurteilen, wenn ich nach einem Monat noch keinen Nebenjob gefunden habe oder noch nicht weiß, die das Ausleihsystem der Bibliothek funktioniert. Das wird sich nach und nach schon ergeben.

Angekommen. Gerade wenn man von Zuhause wegzieht, sind soziale Kontakte extrem wichtig, um sich in seiner neuen Umgebung wohl zu fühlen. Auch hier muss man sich Zeit geben, denn bis aus Bekanntschaften echte Freunde werden, dauert es meist schon mehrere Monate. Es ist also nicht schlimm, wenn ich nach ein paar Wochen Studium noch nicht die richtige Clique gefunden haben sollte. Das kommt schon noch. Nichtsdestotrotz sind die ersten Wochen doch die entscheidendsten, was die Freundeswahl angeht. Denn anders als in seiner Schulklasse, lernt man nicht alle 200 Menschen in seinem Semester persönlich kennen. Man unterhält sich mit denjenigen, die direkt nebendran sitzen oder mit denen man eine Gruppenarbeit halten muss. Die Restlichen bleiben nur bekannte Gesichter.
Deshalb ist es so entscheidend, zu welchen Leuten man sich am Anfang gesellt. Es ist eine Sache von Sekunden, meist ganz unbewusst, welche Personen ich sympathisch finde und doch ist es so folgenschwer. Denn was passiert, wenn man sich, im Nachhinein, neben die falschen Leute gesetzt hat? 2 Reihen weiter hinten, weil vorne kein Platz mehr war? Hab ich die Chance verpasst, meine vielleicht zukünftig beste Freundin kennenzulernen?
Es ist einerseits eine persönliche Entscheidung, aber irgendwie ist es auch Schicksal. Meistens kommt es doch so, wie es kommen muss.IMG_2182IMG_2206

Angekommen. Auch wenn ich erst 4 Wochen in dieser neuen Stadt lebe, fühle ich mich doch schon angekommen. Denn es hat auch von Anfang an irgendwie direkt gepasst. Die Stadt, die Uni, die Menschen. Ich habe Leute kennengelernt, mit denen ich auf einer Wellenlänge bin. Unglaublich freundliche und nette Menschen, die mir immer mehr ans Herz wachsen.
Die Universität ist riesig und doch fühle ich mich nicht wie eine Nummer, ich fühle mich als Teil einer Gemeinschaft. Das Studium fordert mich, genau so wie ich es mir gewünscht habe.
Und wenn ich durch die Gassen der Altstadt laufe oder an der Promenade am Rhein entlang schlendere, muss ich einfach lächeln. Weil ich glücklich bin. Weil ich diese Stadt liebe. Mein neues Leben hier liebe. Mich einfach nur wohlfühle und es tatsächlich so scheint, als habe sich alles zum Guten gewendet. Okay, die perfekte Wohnung fehlt noch, aber das wird sich schon noch ergeben. Kein Stress. Mein erstes Studium aufzugeben war eine der härtesten Entscheidungen, die ich bisher getroffen habe und doch war es das Beste, was mir passieren konnte. Meine großen Zweifel habe ich hinter mir gelassen und bin bereit für das unbekannte Neue. Ich werde meine 2. Chance zu nutzen und schreibe meine Geschichte von jetzt an selbst, so wie sie zu mir passt.

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Kleid – Bershka // Jacke – Bershka // Kette – Forever 21 // Schuhe – Pier One // Tasche – I am

 

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