Oh La La Land

„La La was?“

„La La Land!“

Besonders viel konnte ich mir unter diesem Titel nicht vorstellen, als meine Freundin mir Anfang Januar von dem Film erzählte. Am meisten Assoziationen weckte der Titel in mir noch mit den Teletubbies. Als ich anschließend den Trailer dazu schaute, wurde ich auch nicht wirklich schlauer aus dem Stück. Ich beschloss, diesen Film abzuhaken und ihn imaginär in der Kiste „Unwichtiges“ abzulegen. Dass die Kritiker „La La Land“ so hochlobten und er mittlerweile für sage und schreibe 14 Oscars nominiert ist, hätte ich nicht erwartet. So kam es schließlich, dass meine Freundin und ich gestern doch beschlossen, ins Kino zu gehen und unserer Klausurenphase ein kleines Highlight zu verpassen. Zum allerersten Mal gingen wir ins Capitol, einem kleineren Kino, welches zu keiner Kette gehört. Passender hätten wir es nicht aussuchen können: Rote, gemütliche Sessel und eine Blumentapete, die man auch in Omas guter Stube hätte erwarten können, verzauberten mit einen Charme aus alten Zeiten.

Ich muss zugeben, zu Beginn des Films war ich etwas skeptisch über die Tanzeinlagen und gleichzeitig verwirrt, in welchem Jahrzehnt die Handlung überhaupt stattfindet. Jazz und 20er Jahre Kleider treffen in La La Land nämlich auf iPhones und Schauspielcastings. Nach dieser Eingewöhnungszeit war ich schließlich doch total gefesselt von den tollen Aufnahmen und der noch viel schöneren Filmmusik. Und Ryan Gosling macht jedenfalls auch immer etwas her. Man taucht völlig ein in eine Welt mit bunten Kleidern, fröhlich singenden und tanzenden Menschen und dem Charme des blühenden LA’s im 20. Jahrhundert. La La Land bedient sich der Klischees, dass Menschen mit großen Träumen und Hoffnungen nach Los Angeles kommen, ohne langweilig zu werden. Selbst die etwas kitschige Lovestory nimmt am Ende eine unerwartete Wendung, auch wenn man dachte, das Ende bereits zu kennen. Insgesamt hat mich La La Land wirklich überrascht und überzeugt und ich würde jedem raten, sich selbst ein Bild davon zu machen.

Ich ging gestern schließlich mit einem Lächeln und einem guten Gefühl nach Hause. Der Film hat es irgendwie geschafft, mich zu ermutigen und wieder an meine Träume zu glauben. Sie nicht wegzuwerfen, weil es zu kompliziert ist oder weil man plötzlich kalte Füße bekommt. Ein Schritt ins Neue, Unbekannte, ist immer schwierig. Man verlässt seine Komfortzone und weiß nicht, wie es ausgehen wird. Aber man lebt nur einmal und da sollten Andere, und vor allem man selbst, sich nicht im Weg stehen.

Ein guter Film macht für mich besonders eine Sache aus: wenn das Gesehene zum Nachdenken anregt und so tief berührt, dass es noch eine ganze Weile nachhallt. Wenn man nicht wieder direkt zum Tagesgeschehen übergeht. Sondern ein Stückchen dieser Traumwelt mit in sein Leben nimmt. Deswegen werde ich jetzt weiter den Songs von Ryan und Emma auf Spotify zuhören und hoffen, dass dieses gute Gefühl noch ein Weilchen anhält.

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