Freiheit

IMG_3098

Über den Wolken – muss die Freiheit wohl grenzenlos sein
alle Ängste, alle Sorgen sagt man,
blieben darunter verborgen und dann,
würde was hier groß und wichtig erscheint,
plötzlich nichtig und klein

Diese Zeilen dürften wohl jedem geläufig sein – sie gehören zu einem ziemlich bekanntem Schlager. Einer meiner Lehrer zu Schulzeiten spielte dieses Lied häufig in der Musikstunde am Klavier, während wir Schüler fleißig mitsangen. Wir waren damals in der 6. Klasse, als es noch nicht zu peinlich war überhaupt mitzusingen. Worauf ich aber eigentlich hinaus möchte: es ist schon eine Ewigkeit her, dass ich dieses Lied gehört habe, geschweige denn gesungen, und trotzdem kommen mir diese Zeilen in den Sinn, wenn ich aus dem Fenster schaue. Okay, ich sitze in einem Flugzeug, ganz so abwegig ist es nicht. Dennoch fühle ich mich tatsächlich frei – endlich frei vom Stress der vergangenen Wochen.

Ich möchte mich an dieser Stelle eigentlich auch nicht beschweren –  es gibt bestimmt Einige, die in letzter Zeit mindestens genauso viel zu tun hatten wie ich oder es noch vor sich haben. Aber drei Klausuren und eine Hausarbeit zu schreiben, die Deadline dabei immer im Blick, und dazu noch eine Menge Kram nebenbei zu organisieren, hat mich schon etwas geschlaucht. Wenn man die letzten 5 Wochen jeden Tag am Schreibtisch saß und nicht eimal die Zeit, die man abseits davon verbringt, wirklich genießen kann, weil im Hinterkopf immer das schlechte Gewissen nagt – dann sehnt man sich das Ende der Klausuremphase wirklich herbei.

Ich weiß, dass es die letzten Monate deshalb auch sehr still hier war. Aber mir fehlte die schlichtweg die Zeit und auch die Motivation mich nach meinem Pflichtaufgaben noch dem Schreiben zu widmen. Auch andere Hobbys blieben auf der Strecke. Nicht einmal für Netflix hat es mehr gereicht. Deshalb freue ich mich umso mehr, die kommenden zwei Monate mich wieder schöneren Dingen zu widmen. Viel draußen zu unternehmen und abends neue Serien zu suchten. Mal wieder lesen. Und damit meine ich nicht Studien für die Uni, sondern Romane, die so fesseln, dass man sie am liebsten gar nicht  zur Seite legen kann.

Ich freue mich darauf endlich abzuschalten. Keinen Gedanken mehr an Deadlines zu verschwenden. Zwei Tage nach Abgabe meiner Hausarbeit und Klausurelende fühle ich mich sogar fast schon wieder erholt. Ich habe viel Zeit mit Freunden verbracht und bin dabei fast im Foodkoma gelandet, nach dem ganzen leckeren Essen, dass wir uns die letzten Tage gegönnt haben.

Ich freue mich außerdem darauf, die nächste Zeit nicht mehr am Schreibtisch sitzen zu müssen, zumindest nicht um zu lernen. Und darauf die Uni-Bibliothek frühestens in 2,5 Monaten wieder zu betreten. Diese Semesterferien wird zwar nicht viel Zeit zum faulenzen sein, trotzdem freue ich mich unglaublich auf die kommenden Wochen. Denn nach all dieser Zeit habe ich es wieder auf den anderen Kontinent geschafft: in die Heimat meines Herzens, wo ich den kompletten Sommer in meiner Lieblingsstadt Vancouver verbringen werde.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s